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PV-Direktinvestment: Due-Diligence-Leitfaden für Investoren

  • Autorenbild: Jan Niklas Steg
    Jan Niklas Steg
  • 22. Apr.
  • 9 Min. Lesezeit

Wie Sie seriöse Anbieter erkennen, Betrug vermeiden und Ihr Photovoltaik-Investment absichern


Investor prüft sorgfältig Finanzunterlagen und Kalkulationen zu einem Photovoltaik-Investment am Laptop, während im Hintergrund ein deutscher Solarpark zu sehen ist, was den Fokus auf Due Diligence und Risikobewertung verdeutlicht.

Der Markt für erneuerbare Energien verzeichnet ein starkes Wachstum. Während der Heimbereich für Photovoltaik in den letzten Jahren boomte, flacht diese Kurve nun ab. Viele Anbieter wechseln daher die Zielgruppe und fokussieren sich auf Investoren, die den Investitionsabzugsbetrag (IAB) nutzen möchten. In diesem wachsenden Segment tummeln sich neben etablierten Projektentwicklern auch unerfahrene oder unseriöse Akteure. Bei einem typischen Investitionsvolumen von 400.000 Euro ist eine systematische Prüfung des Investments erforderlich. Investoren stehen vor der Herausforderung, den Informationsvorsprung der Projektentwickler durch eine fundierte Due Diligence auszugleichen, um finanzielle und steuerliche Risiken zu minimieren.


Eine systematische Due Diligence ist bei PV-Investments unerlässlich, um das eingesetzte Kapital und steuerliche Vorteile wie den IAB abzusichern. Investoren müssen auf unrealistische Renditeversprechen, fehlende Kostentransparenz und den Druck zur schnellen Unterschrift achten, um unseriöse Anbieter frühzeitig zu erkennen.



Inhaltsverzeichnis




Das Wichtigste zuerst:


  • Unrealistische Renditeversprechen über 15 Prozent und fehlende Transparenz bei Kosten sind klare Warnsignale für unseriöse Anbieter.

  • Ein PV-Direktinvestment erfordert eine trennscharfe Abrechnung, um nach § 7g EStG (IAB) steuerlich anerkannt zu werden - Pooling ist nicht erlaubt.

  • Die rechtliche Trennung von Projektentwickler und Betriebsführer ist zwingend erforderlich, um das unternehmerische Risiko abzubilden.

  • Unabhängige Ertragsgutachten und eine klare Eigentumsstruktur schützen vor Totalverlusten.

  • PV-Direktinvestments gelten als Sachgüter und erfordern im Verkauf keine BaFin-Lizenz, was eine eigenständige Due Diligence umso wichtiger macht.



Warum Due Diligence bei PV-Investments entscheidend ist


Die Relevanz einer genauen Prüfung wurde in der jüngeren Vergangenheit deutlich. Ein Bericht des ARD-Magazins Report Mainz im Juli 2025 über Probleme bei Solar-Direktinvestments hat die Branche aufgeschreckt. Hinzu kamen Insolvenzen von IAB-Anbietern wie beispielsweise Innpro. Sowohl die Verbraucherzentrale als auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) haben explizite Warnungen zu bestimmten Direktinvestments veröffentlicht (BaFin 2025). Diese Vorfälle sind ernst zu nehmen, betreffen jedoch nur einen spezifischen Teil des Marktes. Der Großteil der etablierten Projektentwickler arbeitet seriös und liefert verlässliche Anlagen. Investoren müssen aber eine systematische Prüfung durchführen, um die sicheren Projekte zu identifizieren.


Projektentwickler verfügen naturgemäß über einen erheblichen Informationsvorsprung. Die technischen Details, Margen und vertraglichen Feinheiten sind Investoren oft nicht vollständig zugänglich. Investoren müssen diesen Informationsvorsprung daher durch eine eigene Due Diligence ausgleichen. Denn wenn ein Investment scheitert, drohen weitreichende Konsequenzen: Im schlimmsten Fall fordert das Finanzamt darüber hinaus den gebildeten Investitionsabzugsbetrag (IAB) zurück, was zu erheblichen Steuernachzahlungen führt. Hat man die Anlage finanziert, laufen gleichzeitig die Raten für die Bankfinanzierung weiter, ohne dass dem Investor entsprechende Erlöse aus der Stromeinspeisung gegenüberstehen - Hier droht dann ein totales Verlustrisiko des eingesetzten Kapitals. Bezüglich der Projektentwickler und der vermittelten Projekte gilt daher, die Spreu vom Weizen zu trennen.


Aus der Erfahrung heraus sehen wir in der Praxis, dass die finanziellen Risiken oft unterschätzt werden. Ein Standard-Rechenbeispiel verdeutlicht die Tragweite: Bei einem Investitionsvolumen von 400.000 Euro kann ein Investor einen IAB von bis zu 200.000 Euro (50 % der geplanten Kosten) geltend machen. Bei einem Steuersatz von 44,31 % (inklusive Solidaritätszuschlag) entspricht dies einer Steuerstundung von rund 88.620 Euro. Sollte das Projekt jedoch nicht realisiert werden oder die DC-Fertigstellung innerhalb der dreijährigen Frist ausbleiben, muss dieser Betrag verzinst an das Finanzamt zurückgezahlt werden. Eine sorgfältige Due Diligence minimiert dieses Risiko, indem sie die Projektreife und die Bonität des Projektentwicklers neutral bewertet.


Neben den steuerlichen Aspekten stehen die langfristigen Erträge im Fokus. Investoren sollten die folgenden Punkte kritisch prüfen:

  • Wirtschaftlichkeitsberechnung: Sind die Ertragsprognosen auf Basis konservativer Parameter (bspw. Einstrahlungswerte) erstellt worden?

  • Betriebsführungskosten: Ein realistischer Wert für die Betriebsführung (inklusive Wartung und Instandhaltung) liegt bei etwa 9 Euro pro kWp und Jahr. Deutlich niedrigere Ansätze deuten oft auf versteckte Folgekosten hin.

  • Abschreibung: Die lineare AfA beträgt 5 % pro Jahr über eine Nutzungsdauer von 20 Jahren. Abweichende Berechnungen sollten Investoren hinterfragen.

  • Komponentenqualität: Die Lebensdauer der Wechselrichter sollte mit 15 Jahren kalkuliert werden, um die langfristige Rentabilität sicherzustellen.


Erfahrene Vermittler können Investoren dabei begleiten, diese komplexen Faktoren einzuordnen.

Mit Sunpeak Capital strukturiert investieren

Geschäftsführer von Sunpeak Capital. Links stehend Jan Niklas Steg, rechts sitzend Konstantin Küstermann

Sunpeak Capital analysiert ausgewählte PV-Investments bereits im Vorfeld und bereitet Kostenstruktur, Wartung und steuerliche Effekte so auf, dass Investoren fundierte Entscheidungen treffen können.


10 Warnsignale für unseriöse PV-Anbieter


Wir sehen in unserer täglichen Beratungstätigkeit oft, dass Investoren die Komplexität der Angebote unterschätzen. Die folgenden zehn Warnsignale helfen dabei, risikobehaftete Angebote frühzeitig zu erkennen.


  1. Garantierte Renditeversprechungen oder hohe Renditen über 15 % sind hochgradig unseriös. Eine Garantie widerspricht zudem den steuerlichen Anforderungen des IAB, da ein unternehmerisches Risiko vorliegen muss. Seriöse Projekte bewegen sich bei einer Brutto-Rendite vor Kosten zwischen 8 und 13 Prozent. Der Grundsatz lautet stets: Rendite bedingt Risiko.

  2. Alle laufenden Kosten müssen in der Wirtschaftlichkeitsberechnung offengelegt werden. In der Praxis sehen wir oft, dass die technische Betriebsführung mit 5 Euro pro kWp veranschlagt wird, im Vertrag aber plötzlich beispielsweise zusätzliche Monitoring-Kosten auftauchen. Auch das Verschweigen von Ertragsverlusten durch negative Strompreise ist ein klares Warnsignal.

  3. Seriöse Anbieter räumen Investoren ausreichend Bedenkzeit ein. Gute Vermittler haben einen festen Kundenstamm und setzen Interessenten nicht unter Druck. Wenn ein Verkäufer behauptet, es seien nur noch wenige Einheiten verfügbar und eine sofortige Unterschrift fordert, ist Vorsicht geboten.

  4. Der prognostizierte Ertrag der Anlage muss durch ein unabhängiges Gutachten, Mit Hilfe einer professionellen Software wie beispielsweise PVSyst, belegt werden. Ebenso sollte die fertige Anlage durch einen unabhängigen Gutachter abgenommen werden. Ohne Ertragsgutachten bzw. Abnahmegutachten ist das Risiko vor falschen Renditen oder versteckten Mängeln zu hoch.

  5. Angebote mit sehr kleinen Investitionssummen arbeiten oft mit einem Pooling der Erlöse. Dies ist für den IAB schädlich. Eine trennscharfe Abrechnung, bei PV-Anlagen durch einen eigenen Wechselrichter sichergestellt, ist die zwingende Voraussetzung für die steuerliche Anerkennung gem. §7g EStG.

  6. Wenn ein Anbieter keine Referenzprojekte mit nachweisbaren Renditen vorweisen kann, fehlt der Track Record. Entweder ist das Unternehmen zu jung, oder die bisherigen Projekte blieben hinter den Erwartungen zurück.

  7. Für die IAB-Fähigkeit muss ein unternehmerisches Investment vorliegen, kein reines Rundum-sorglos-Paket. Rechtlich müssen Projektentwickler und Betriebsführer zwei unterschiedliche Parteien sein, was in der Praxis durch separate Verträge abgebildet wird.

  8. Der Investor muss zwingend wirtschaftlicher Eigentümer der Anlage werden. Ist die Eigentumsstruktur verschachtelt oder unklar, gefährdet dies das gesamte Investment.

  9. Ein rechtssicheres Investment erfordert einen Unterpachtvertrag und einen Quotennießbrauch. Fehlen diese Dokumente, ist der Investor bei einem Verkauf des Grundstücks nicht abgesichert.

  10. Wenn über einen Vermittler gekauft wird, sollten unabhängige Bewertungen auf Plattformen wie Trustpilot oder ProvenExpert vorhanden sein. Fehlen diese gänzlich, erschwert dies die Einschätzung der Seriosität.



Die Due-Diligence-Checkliste für Investoren


Die Durchführung einer detaillierten Due Diligence ist für Investoren die wichtigste Maßnahme zur Risikominimierung. Dabei geht es nicht nur um die technische Funktionsfähigkeit der Photovoltaikanlage, sondern primär um die rechtliche und steuerliche Belastbarkeit des gesamten Konstrukts. Investoren sollten prüfen, ob alle Genehmigungen und Verträge so gestaltet sind, dass sie einer Betriebsprüfung durch das Finanzamt standhalten und gleichzeitig die prognostizierten Erträge langfristig sichern.


Prüfpunkt

Worauf achten

Red Flag

Projektentwickler-Bonität

Handelsregister, Jahresabschluss, Referenzen prüfen. Bewertungen in Fachforen lesen.

Keine Offenlegung, sehr jung gegründet ohne Track Record.

Referenzprojekte

Reale Performance-Daten und monatliche Erlöse anfordern.

Nur Prognosen, keine Ist-Daten verfügbar.

Vertragswerk

Unterpacht, Quotennießbrauch, Betriebsführung müssen klar getrennt sein.

Unvollständig, nicht prüfbar oder als All-in-One-Lösung strukturiert.

Komponentenqualität

Tier-1-Zertifizierung der Module, Produkt- und Leistungsgarantien.

Unbekannte Hersteller, keine Garantien, keine Zertifizierungen.

Netzanschluss-Status

Einspeisezusage sollte vorliegen

Noch keine Netzverträglichkeitsprüfung oder fehlender Netzausbau.

Betriebsführungsvertrag

Leistungsumfang, Reaktionszeiten, Kündigung und Preissteigerungen geregelt.

Kein separater Vertrag, Kosten weichen von Wirtschaftlichkeitsrechnung ab.

EEG-Zuschlag

Zuschlag gesichert, Registrierung im Marktstammdatenregister vorhanden.

Noch nicht in der Ausschreibung teilgenommen oder nur ein Teil des Solarparks hat die EEG-Vergütung erhalten

Ertragsgutachten

Unabhängiges Ertragsgutachten mit Tools wie beispielsweise PVSyst vorliegend

Gutachten vom Projektentwickler selbst erstellt oder gar keins vorhanden.

Finanzierungsstruktur

Trennscharfe Abrechnung, Eigentumsübergang zeitlich klar definiert.

Pooling von Erlösen, unklare Eigentumslage.

Exit-Optionen

Zweitmarkt, Kündigungsrechte, Longstop Date im Kaufvertrag.

Keine Exit-Möglichkeit definiert oder hohe Abschläge beim Verkauf.


Ein wesentlicher Bestandteil der Prüfung betrifft außerdem die zeitliche Abfolge der Projektrealisierung. Investoren sollten strikt zwischen der DC-Fertigstellung und dem AC-Anschluss unterscheiden. Während die DC-Fertigstellung (Gleichstromseite) für die Fristwahrung des Investitionsabzugsbetrags (IAB) maßgeblich ist, markiert erst der AC-Anschluss (Wechselstromseite) den Beginn der Erlösphase. In der Praxis zeigt sich, dass eine Verzögerung beim Netzanschluss die Liquiditätsplanung beeinflussen kann. 



Die Due-Diligence-Checkliste für Investoren - Praxisbeispiel


Wirtschaftlich betrachtet müssen Investoren die laufenden Kosten kritisch hinterfragen. In einer soliden Kalkulation belaufen sich die Kosten für die Betriebsführung, Wartung und Instandhaltung erfahrungsgemäß auf etwa 9 Euro pro kWp und Jahr. Investoren sollten darauf achten, dass der Betriebsführer vertraglich zu festen Reaktionszeiten verpflichtet wird, um Ertragsausfälle zu minimieren. Da die Lebensdauer der Wechselrichter in der Regel bei etwa 15 Jahren liegt, sollte ein entsprechender Austausch in der langfristigen Wirtschaftlichkeitsrechnung abgebildet sein. Mehr Informationen zu realistischen Betriebskosten und sonstige laufenden Kosten finden Investoren auch in unserem zugehörigen Ratgeberartikel.


Aus steuerlicher Sicht bietet ein PV-Direktinvestment erhebliche Vorteile, sofern die Struktur korrekt gewählt ist. Bei einem Investitionsvolumen von beispielsweise 400.000 Euro kann ein IAB von bis zu 200.000 Euro (50 % der Kosten) bereits vorab geltend gemacht werden. Dies ist besonders für Investoren mit einem hohen persönlichen Steuersatz attraktiv. Im Jahr der Anschaffung ermöglicht die Kombination aus einer zusätzlichen 40-prozentigen Sonderabschreibung auf den Restbuchwert und der linearen AfA von 5 % pro Jahr eine zusätzliche, hohe Steuererstattung. Eine detaillierte Analyse dieser Mechanismen bietet der Artikel Photovoltaik Direktinvestment und Steuern. Es empfiehlt sich, die Due-Diligence-Punkte systematisch abzuarbeiten, um die steuerlichen Anforderungen bei Photovoltaik Direktinvestments lückenlos zu erfüllen.

Mit Sunpeak Capital strukturiert investieren

Geschäftsführer von Sunpeak Capital. Links stehend Jan Niklas Steg, rechts sitzend Konstantin Küstermann

Sunpeak Capital analysiert ausgewählte PV-Investments bereits im Vorfeld und bereitet Kostenstruktur, Wartung und steuerliche Effekte so auf, dass Investoren fundierte Entscheidungen treffen können.


BaFin, Gewerbeerlaubnis und regulatorische Anforderungen


Ein häufiges Missverständnis betrifft die regulatorischen Anforderungen an Vermittler und Projektentwickler. Hier muss eine wichtige Unterscheidung zwischen der Vermittlung von Sachgütern und Finanzprodukten getroffen werden. Ein PV-Direktinvestment gilt rechtlich als Sachgut. Der Investor erwirbt das wirtschaftliche Eigentum an einer physischen Anlage, bestehend aus Modulen und Wechselrichtern. Für die Vermittlung solcher Sachgüter ist keine BaFin-Lizenz erforderlich. Anders verhält es sich bei Crowdinvesting oder Nachrangdarlehen. Diese Modelle gelten als Finanzprodukte und unterliegen der strengen Regulierung durch die BaFin nach dem Vermögensanlagengesetz (VermAnlG).


Gerade weil der Markt für Direktinvestments weniger stark reguliert ist, sollten Investoren die Referenzen von Vermittlern und Projektentwicklern eigenständig prüfen. Die fehlende BaFin-Aufsicht bei Sachgütern bedeutet nicht, dass der Markt unsicher ist, sondern verlagert die Verantwortung für die Due Diligence auf den Investor.


Ein weiterer regulatorischer Faktor ist das im Jahr 2025 in Kraft getretene Solarspitzengesetz. Für Neuanlagen ist die 15-Minuten-Regel relevant, nach der die Einspeisevergütung bei negativen Börsenpreisen temporär ausgesetzt werden kann. Ein professioneller Vermittler integriert diese Szenarien in die Wirtschaftlichkeitsberechnungen, um eine realistische Renditeerwartung zu gewährleisten. Investoren erzielen ihre Erlöse in diesem Segment durch die 100-prozentige Netzeinspeisung, wobei der Eigenverbrauch keine Rolle spielt.


Wie bereits beschrieben, bietet die steuerliche Regulierung attraktive Gestaltungsmöglichkeiten, erfordert aber auch eine präzise Einhaltung der Fristen. Hierbei ist die DC-Fertigstellung der Anlage für die steuerliche Fristwahrung des IABs entscheidend, während der AC-Anschluss den Beginn der Stromerlöse markiert. 



Fazit: Due Diligence ist Investorenpflicht


Eine gründliche Due Diligence ist kein Zeichen von Misstrauen, sondern eine grundlegende Investorenpflicht. Seriöse Vermittler und Projektentwickler begrüßen kritische Fragen und legen alle Dokumente transparent offen. Die Einhaltung der 10-Punkte-Checkliste schützt Investoren vor den häufigsten Fallstricken und sichert die steuerlichen Vorteile, wie den Investitionsabzugsbetrag (IAB), rechtssicher ab. In der Praxis ist insbesondere die Unterscheidung zwischen der DC-Fertigstellung für die steuerliche Fristwahrung und dem AC-Anschluss für den Beginn der Erlöse von zentraler Bedeutung.


Eine fundierte Investitionsentscheidung erfordert Zeit und Sorgfalt - wer sich unter Druck setzen lässt, riskiert strukturelle Mängel zu übersehen, die langfristig den Vermögensaufbau gefährden. Ein professionell strukturiertes Projekt erkennt man an einer realistischen Kostenkalkulation und vollständiger Transparenz; im Zweifel ist der Verzicht auf ein Investment der klügere Schritt.


Als unabhängiger Vermittler begleiten wir Investoren mit geprüften Referenzprojekten, vollständigen Vertragswerken und einem strukturierten Datenraum, der eine effiziente steuerliche Prüfung durch den Berater des Investors ermöglicht.


Im Mittelpunkt der Due Diligence stehen drei Kernbereiche:

  • Rechtliche Projektreife - Vollständigkeit der Baugenehmigungen sowie vorliegende Netzanschlusszusagen

  • Betriebsführung - Transparente Wartungs- und Instandhaltungsverträge mit einem qualifizierten externen Betriebsführer

  • Ertragssicherheit - Nachweisbare Ertragsprognosen auf Basis unabhängiger Gutachten


Nur eine lückenlose Prüfung dieser Kriterien schafft die Voraussetzung für einen langfristig stabilen und steueroptimierten Vermögensaufbau.



FAQ


Warum ist die Due Diligence bei PV-Direktinvestments besonders wichtig?

Da PV-Direktinvestments als Sachgüter gelten und keiner BaFin-Aufsicht unterliegen, liegt die Prüfverantwortung vollständig beim Investor. Ohne strukturierte Due Diligence besteht das Risiko von Fehlinvestitionen, steuerlichen Rückforderungen des IAB und langfristigen Ertragsausfällen. Eine systematische Prüfung stellt sicher, dass sowohl wirtschaftliche als auch rechtliche Grundlagen tragfähig sind.

Welche Rolle spielt der Investitionsabzugsbetrag (IAB) bei der Prüfung eines PV-Investments?

Der IAB ist ein zentraler Renditetreiber, setzt aber eine korrekte steuerliche Struktur voraus. Wird die Anlage nicht fristgerecht fertiggestellt oder entspricht sie nicht den Anforderungen, kann der IAB rückwirkend aberkannt werden. Investoren müssen daher insbesondere auf trennscharfe Abrechnung, Eigentumsverhältnisse und die Einhaltung der Fristen achten.

Welche Bedeutung haben DC-Fertigstellung und Netzanschluss für das Investment?

Die DC-Fertigstellung ist entscheidend für die Einhaltung der IAB-Fristen, während der Netzanschluss den tatsächlichen Beginn der Einnahmen markiert. Verzögerungen beim Netzanschluss können die Liquiditätsplanung erheblich beeinflussen. Investoren sollten daher beide Meilensteine klar voneinander unterscheiden und vertraglich absichern.

Woran erkenne ich unseriöse PV-Anbieter?

Unseriöse PV-Anbieter erkennen Sie an unrealistischen Renditeversprechen von über 15 Prozent, starkem Druck zur schnellen Unterschrift und fehlender Transparenz bei der Kostenstruktur. Zudem können sie oft keine konkreten Referenzprojekte mit nachweisbaren Renditen vorlegen. Ein weiteres klares Warnsignal ist das Pooling von Erlösen anstelle einer trennscharfen Abrechnung, was die steuerliche Anerkennung gefährdet.

Wie prüfe ich die Bonität eines Projektentwicklers?

Die Bonität eines Projektentwicklers prüfen Sie durch die Einsicht in den Handelsregisterauszug und veröffentlichte Jahresabschlüsse. Zudem sollten Sie Auskunfteien wie Creditreform nutzen. Neben diesen harten Fakten spielen auch weiche Faktoren eine Rolle, wie beispielsweise Erfahrungsberichte in Fachforen oder Bewertungen auf Plattformen wie ProvenExpert.



Über den Autor


Portrait des Autors Jan Niklas Steg

Jan Niklas Steg ist Geschäftsführer von Sunpeak Capital in Berlin. Das Unternehmen strukturiert IAB-Investments für Privatpersonen im Bereich Photovoltaik und Batteriespeicher und begleitet deren Umsetzung ganzheitlich. Seine Expertise in den Erneuerbaren Energien baute er während seines MBA-Studiums an der WHU auf, unter anderem bei einem US-amerikanischen Investmentfonds für Renewable-Energy-Projekte. Anschließend verantwortete er als erster Mitarbeiter eines schwedischen PV-Finanzierers den Aufbau des deutschen Marktes. Bei Sunpeak Capital kümmert er sich um die strategische Ausrichtung des Unternehmens, die Strukturierung neuer Investmentprodukte sowie die Begleitung von Investoren bei der Auflösung ihres IABs.


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