
Batteriespeicher & Betrieb
Batteriespeicher & Betrieb
Batteriespeicher sind ein elementarer Baustein der Energiewende, aber als Direktinvestment noch wenig bekannt. Hier finden Interessenten die wichtigsten Fakten und Hintergründe zu dieser Asset-Klasse.
Alle Artikel zum Thema. Vom Grundlagenwissen bis zum Spezialfall.


Jan Niklas Steg


Häufige Fragen zu Speichern. Antworten rund um Technik und Erlösmodelle.
Wie verdient ein Batteriespeicher sein Geld?
Ein Batteriespeicher erzielt seine Erlöse über zwei zentrale Geschäftsmodelle. Zum einen über netzstabilisierende Leistungen wie Regelenergie: Der Speicher stellt dem Netzbetreiber Kapazität zur Verfügung, um Schwankungen im Stromnetz auszugleichen, und wird dafür vergütet, teilweise bereits für die reine Bereitstellung, unabhängig davon, ob er tatsächlich abgerufen wird. Zum anderen über Arbitragehandel: Der Speicher lädt Strom, wenn er günstig ist, und verkauft ihn, wenn die Preise am Markt höher liegen.
Gibt es bei Batteriespeichern auch eine Mindestvergütung wie bei PV-Anlagen?
Nein, eine solche Mindestvergütung gibt es nicht. Batteriespeicher sind eine junge Asset-Klasse ohne EEG-Vergütung und tragen deshalb das volle Marktpreisrisiko. Im Gegenzug sind aber auch höhere Renditen möglich. Ob das für den einzelnen Investor passt, hängt davon ab, ob eher Renditeorientierung oder Sicherheitsbedürfnis im Vordergrund steht. Im Zweifel lohnt sich dazu ein Gespräch mit einem Finanzberater.
Was ist der Unterschied zwischen Grünstrom- und Graustromspeichern?
Ein Grünstromspeicher lädt ausschließlich Strom aus der angeschlossenen PV-Anlage und behält dadurch seine EEG-Förderfähigkeit. Ein Graustromspeicher kann zusätzlich Strom direkt aus dem öffentlichen Netz beziehen. Das macht einen erheblichen Unterschied dafür, wie stark der Arbitragehandel ausfallen kann, und auch bei der Regelenergie und Netzstabilisierung kann ein Grünstromspeicher nicht an allen Teilmärkten teilnehmen wie ein Graustromspeicher.
Welche Rendite ist bei Batteriespeichern realistisch?
Realistisch sind, je nach Projektstruktur, Renditen zwischen 10 und 15 %. Da es sich um eine junge Asset-Klasse handelt, gibt es noch keinen langen Track Record, und der Markt sowie der Speicherausbau haben erst richtig an Fahrt aufgenommen. Wie sich die Renditen langfristig entwickeln werden, lässt sich deshalb noch nicht mit letzter Sicherheit sagen.
Was ist bei Graustromspeichern besonders wichtig zu beachten?
Ein zentraler Punkt ist der Netzanschluss. Netzanschlüsse sind grundsätzlich begrenzt, und Netzanschlussverträge können Restriktionen enthalten. Solche Restriktionen bedeuten nicht automatisch, dass ein Projekt unwirtschaftlich ist. Sie müssen aber im Vorfeld genau geprüft und in die Wirtschaftlichkeitsberechnung einkalkuliert werden.
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